Die Idee

Das Kinderhaus Waldau.

Hintergründe zur Entstehung unseres Kinderhauses

(Autorin Sarah Tost)

Schon während der Ausbildung war die Ganztagsbetreuung und die Arbeit mit Kleinstkindern meine Priorität. Auch mein Abschlusscollogium legte ich über das Thema der Betreuung von Kindern unter 3 Jahren ab.
Nach meinem Anerkennungsjahr in Fellbach wurde ich in dieser Einrichtung unbefristet übernommen. Ein Jahr später bekam ich dann dort die Chance, in einem Teilort von Fellbach bei der Neueröffnung einer Ganztageseinrichtung mitzuwirken und als Gruppenleiterin zu arbeiten. Diese Aufgabe machte mir großen Spaß, das Organisieren und Planen der Räume, die Zusammenstellung des Personals, Auswahl der Möbel und Spielsachen forderte mich heraus und ich konnte viele wichtige Erfahrungen sammeln.

Zu Beginn leitete ich in dieser Einrichtung eine reine Krippengruppe mit 10 Kindern unter 3 Jahren, die ganztags betreut wurden. Diese wurde im Laufe der Zeit zu einer altersgemischten Gruppe umgewandelt, sodass nun 10 Kinder über 3 Jahren und 5 Kinder unter 3 Jahren zu betreuen wurden. In der pädagogischen Arbeit sammelte ich viele Erfahrungen und Fachwissen zu verschiedensten Themen, so z.B. zur Eingewöhnung der Kinder, Verhaltensauffälligkeiten, Bildung und stärkenorientierte Förderung des induviduellen Kindes. Ich arbeitete bei der Erstellung einer Konzeption mit und nahm an der Entwicklung des pädagogischen Ansatzes aktiv teil. So arbeitete ich beispielsweise in Anlehnung an den Situationsorientierten Ansatz, den Orientierungsplan Baden-Württemberg und mit mehreren INFANS-Instrumenten (Beobachtungsbögen, Grenzsteine, etc.).

Im Oktober 2007 übernahm ich dann die bisher unbesetzte Stelle der stellvertretenden Leitung. Mein Aufgabengebiet erweiterte sich um einige Punkte. So war ich nun außer für Elternarbeit, pädagogische Arbeit am Kind und Anleitung von Praktikantinnen sowie Mitarbeit in Teambesprechungen auch für die Planung und Organisation von Eltern- und Teamveranstaltungen zuständig, vertrat die Leitung bei Urlaub und Krankheit, führte Wartelisten, Bestellungen und Abrechnungen.

Nach einiger Zeit stellte sich mir die Frage, was ich noch erreichen möchte und welche Ziele ich für meine berufliche Zukunft habe. Schon länger keimte in mir die Vorstellung, eine eigene Einrichtung aufzumachen. Erst war dies nur ein Gedanke, ein Traum wenn man so will, der von vielen kritisch betrachtet, von einigen aber auch engagiert unterstützt wurde. Je mehr ich mich auf das Thema "Selbständigkeit" einließ, recherchierte und Informationen sammelte, desto klarer wurde mir, dass es möglich ist, diesen Traum in die Wirklichkeit umzusetzen.
Natürlich wäre all dies nicht möglich gewesen ohne die Unterstützung von vielen Menschen. Allen voran mein Lebensgefährte und jetzt auch Geschäftspartner Michael Friedel, der sich auf das "Abenteuer Kinderhaus" einließ und nun der Träger und finanzielle Part dieses Projekts ist.